Gesellschaft



Für Sie gesurft!

Wheelmap.org schafft Transparenz

Stufen, Treppen, fehlende Aufzüge und Rampen – für Rollstuhlfahrer sind dies meist unüberwindbare Hindernisse. Abhilfe könnte eine Karte im Internet schaffen. Auf der Seite „Wheelmap.org“ können sich Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte oder Familien mit Kinderwagen informieren, an welchen Orten sie mit Behinderungen rechnen müssen.

Logo wheelmap.orgDas Internet bietet vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation und Informationsbeschaffung. Basierend auf dem Kartenmaterial der OpenStreetMaps bietet die benutzerfreundliche Internetseite den kostenfreien Service, sich über die Umsetzung der Barrierefreiheit zu informieren. So können ganze Ortschaften, Lokale oder Geschäfte im Vorfeld auf ihre behindertengerechte Infrastruktur überprüft werden. Bilder von Google Street View ergänzen das Kartenmaterial und ermöglichen erste Eindrücke der Beschaffenheit vor Ort. So können Betroffene ihre Ausflüge bereits von zu Hause aus planen. Mit Hilfe einer „Ampel“ werden entsprechende Bewertungen der Orte vorgenommen: Grün bedeutet, dass behindertengerechte Infrastruktur vorhanden ist, die Räume stufenlos erreichbar und die Toiletten rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Ein gelb markiertes Gebäude ist teilweise barrierefrei. Das bedeutet, am Eingang gibt es maximal eine Stufe, die nicht höher ist als etwa eine Hand breit. Innen sind die wichtigsten Räume ohne Stufen zu erreichen. Rot gekennzeichnete Gebäude bieten keine behindertengerechte Einrichtung. Das Projekt soll auch Besitzer von nicht oder nur eingeschränkt rollstuhlgerechten Lokalitäten animieren, inklusive Veränderungen der Räumlichkeiten vorzunehmen, oder sich um alternative Zugangsmöglichkeiten Gedanken zu machen. Ein weiteres Ziel ist es, Unternehmen bei möglichen Umbauarbeiten und geplanten Projekten zu beraten. Jeder ist willkommen, bei der Erweiterung der Karte mitzuhelfen. Je mehr Menschen mitmachen, desto informativer wird die Karte. Wheelmap.org ist ein Projekt der „Sozialhelden“ – einer Gruppe von engagierten jungen Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen. Raúl Krauthausen vom Berliner Verein „Sozialhelden“ hatte die Idee zu der Website und leistet damit einen richtungsweisenden Beitrag zur Umsetzung des gesellschaftsübergreifenden Inklusionszieles. Das Internet wächst schnell. Innerhalb der ersten sechs Monate des Bestehens haben Freiwillige über 40.000 Orte eingetragen, täglich kommen 100 neue Orte dazu.

Logo RehacareSelbstbestimmt leben

Rehacare 2011

Die Messe Düsseldorf bietet vom 21. bis 24. September 2011 anlässlich der diesjährigen Fachmesse „REHACARE“ einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Gesundheits- und Pflegesektor. Erwartet werden Aussteller aus 25 Ländern, die fachkundigen Besuchern und Interessierten ein umfangreiches Angebot an Produkten und Dienstleistungen aus dem Pflegesektor bieten. Neben einer Vortragsreihe zum Thema Demenz bestimmen Themenschwerpunkte zu innovativen Wohn- und Pflegekonzepten für Senioren und Menschen mit Assistenzbedarf im Zentrum des Messegeschehens. Etwa 800 Aussteller werden innovative Ideen und neue Produkte präsentieren, die die moderne Pflegelandschaft von morgen prägen und völlig neue Wege in der Rehabilitation aufzeigen.

Die REHACARE 2011 ist mittwochs bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, am Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr. Die Eintrittskarte für die Fachmesse kostet im Onlineshop 7,00 Euro, an den Tageskassen 12,00 Euro; die ermäßigte Karte für Menschen mit Behinderung (ohne Begleitperson), für Studenten, Schüler, Auszubildende, Rentner, Wehr- und Zivildienstleistende und Arbeitslose (gegen Vorlage des Berechtigungsausweises) 7,00 EURO.

Für Menschen mit Behindertenausweis B oder H ist der Ein-tritt für eine Begleitperson frei. Der Onlineshop wird voraussichtlich ab Juli 2011 geöffnet sein. Die Tageseintrittskarte für den REHACARE- Kongress kostet 45,00 Euro, die Dauerkarte ist für 80,00 Euro erhältlich. Ermäßigte Tickets werden für 12,00 bzw. 20,00 Euro angeboten. Die Karten berechtigen auch zum Besuch der Fachmesse REHACARE. Informieren Sie sich im Internet vorab über die Messe, Aussteller und das Messeprogramm, unter:

www.rehacare.de.



Special Olympics World Games 2011

Behindertensport feierte in Athen den Höhepunkt des Jahres

Die griechische Hauptstadt Athen, zuletzt eher durch negative Schlagzeilen im Brennpunkt des Geschehens, war vom 25. Juni – 04. Juli 2011 Austragungsort der 13. Special Olympics World Games.

Stadionrund

Tausende begeisterter Zuschauer bereiten den Athleten einen passenden Rahmen.

Staffellauf

Hochkonzentriert und leistungsbezogen – die Teilnehmer an den Wettkämpfen bieten den Zuschauern großartigen Sport.

Die Special Olympics, weltweit die größte, vom IOC offiziell anerkannte, Sportbewegung geistig und mehrfach behinderter Menschen, wurden im Jahre 1968 in den USA von Eunice Kennedy-Shriver, der Schwester von John F. Kennedy ins Leben gerufen. Hinter der Initiative stand die Idee, Menschen mit Behinderung eine Teilhabe an Sportaktivitäten und –veranstaltungen zu bieten und das Thema Integration mit Hilfe des Sports einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. BDH-Bundesgeschäftsführer Josef Bauer begleitet die Sportereignisse des Behindertensports seit vielen Jahren und freute sich auch in diesem Jahr über das wachsende Interesse: „Es ist immer ein Zeichen gelungener Integration und das Symbol einer grundsätzlichen Toleranzbewegung innerhalb der Gesellschaft, wenn Großveranstaltungen wie die Special Olympics, in einem derartigen Rahmen ausgetragen werden können. Hinter einem Großprojekt wie diesem stehen schließlich große finanzielle Herausforderungen und logistische Hürden, die zunächst zu bewältigen sind. Dass dies möglich ist, zeigt mir, dass wir im Behindertensport auf einem guten Wege sind.“ In der Tat, die Spiele erfreuen sich großer Beliebtheit und zunehmender Popularität. In diesem Jahr nahmen 7.500 Athletinnen und Athleten aus 180 Ländern teil und boten dem Publikum Höchstleistungen in 22 Sportarten. Da war die Wahl des Austragungsortes Athen passend, stehen doch die Hellenen am Beginn der Olympischen Bewegung, deren erste offizielle Aufzeichnung etwa 2.800 Jahre zurückliegt. Olympia steht seit jeher für wichtige Werte, wie Fairness, Toleranz und Höchstleistungen – Elemente, die in unserer Gesellschaft stets betont werden müssen und die Integrationsbewegung immer weiter vorantreiben können.

Hintergrund

Die Institution der Special Olympics fungiert in Deutschland als eingetragener Verein und ist weltweit mit mehr als 3,1 Millionen Athletinnen und Athleten in etwa 180 Ländern vertreten. In Athen waren etwa 7.500 Teilnehmer am Start, die von 2.500 Trainern betreut wurden. Besonders beeindruckend war auch in diesem Jahr das Engagement der ehrenamtlichen Helfer, ohne deren Einsatz Vieles nicht realisierbar wäre. 25.000 freiwillige Helfer sorgten für den reibungslosen Ablauf der Spiele. Die deutsche Delegation war auch in diesem Jahr mit 167 Athleten wieder eine der größten Teilnehmergruppen.




Zurück zum Inhaltsverzeichnis